Das Projekt in der Übersicht
Der Zyklon Gezani hat in der Region Toamasina Häuser, Felder und Lebensgrundlagen zerstört. Mit dem Projekt „Geld für Arbeit“ erhalten besonders betroffene Familien die Chance, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und gleichzeitig den durch den Zyklon zerstörten Waldbestand und ihre Umwelt nachhaltig wieder aufzubauen.
Projekt-Region:
Ort: Toamasina
Ziel:
20.000 €
Projekt Nummer:
2026/197
Projektlaufzeit:
2026
Projekt-Ziel:
Das Projekt unterstützt 40 Familien in der Region Toamasina, die durch den Zyklon Gezani ihre Häuser, Einkommensquellen und Lebensgrundlagen verloren haben. Durch das Programm „Geld für Arbeit“ erhalten sie eine befristete Beschäftigung über zwei Monate und können ihre Umwelt aktiv mit aufbauen: durch sie und ihre Arbeit entstehen eine gemeinschaftliche Baumschule und neue Aufforstungsflächen, die die Umwelt langfristig schützen und zukünftigen Generationen zugutekommen. So verbindet das Projekt unmittelbare Katastrophenhilfe mit nachhaltigen Perspektiven für Mensch und Natur.
| Gesamtkosten des Projekts: | 22.057 EUR |
| Beteiligung The Life to Share e.V. | 20.000 EUR |
Projektdurchführung:
Die Projektdurchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Diözese Toamasina und dem lokalen Projektpartner ODDIT. Nach der Auswahl der besonders stark vom Zyklon Gezani betroffenen Haushalte werden 40 Familien in das Programm „Geld für Arbeit“ aufgenommen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten erhalten sie eine bezahlte Beschäftigung und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Wiederaufbau ihrer Umwelt. Zu ihren Aufgaben gehören die Beseitigung von Sturmschäden, die Vorbereitung des Geländes für eine gemeinschaftliche Baumschule, die Sammlung einheimischer Samen, die Aufzucht und Pflege junger Setzlinge sowie die Anlage neuer Wiederaufforstungsflächen. Darüber hinaus unterstützen die Teilnehmenden die Instandsetzung der durch den Zyklon beschädigten Infrastruktur und engagieren sich in weiteren Maßnahmen zurWiederherstellung und zum Schutz der Umwelt.
Die aktuelle Situation
Der Zyklon Gezani traf die Ostküste Madagaskars am 10. Februar 2026 und verursachte insbesondere in der Region Toamasina schwere Schäden. Die Projektregion Toamasina ist weiterhin von den schweren Folgen des Zyklons geprägt. Zahlreiche Familien haben ihre Häuser, ihre Einkommensquellen und Teile ihrer landwirtschaftlichen Flächen verloren. Beschädigte Infrastruktur, zerstörte Vegetation und wirtschaftliche Einbußen erschweren den Alltag der betroffenen Gemeinden erheblich. Viele Menschen sind weiterhin auf Unterstützung angewiesen, um ihre Existenz wieder aufzubauen.
Wirtschaftliche Situation:
Madagaskar gehört zu den Ländern, in denen ein großer Teil der Bevölkerung unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen lebt. Viele Menschen erzielen ihr Einkommen in der Landwirtschaft oder durch informelle und unregelmäßige Tätigkeiten. Dadurch verfügen Familien häufig nur über geringe finanzielle Rücklagen und können den Verlust eines Hauses, einer Ernte oder einer Einkommensquelle kaum aus eigener Kraft ausgleichen.
Naturkatastrophen verschärfen diese Situation. Werden landwirtschaftliche Flächen, Verkehrswege, Märkte oder Wohngebiete beschädigt, entfallen nicht nur kurzfristig Arbeitsmöglichkeiten. Auch der Zugang zu Lebensmitteln, Materialien und Dienstleistungen wird erschwert. Gerade für wirtschaftlich benachteiligte Haushalte kann dies langfristige Folgen haben.
Das Projekt in Toamasina setzt deshalb nicht ausschließlich auf materielle Hilfe. Im Rahmen des Programms „Geld für Arbeit“ erhalten 40 besonders betroffene Familien für zwei Monate eine bezahlte Beschäftigung. Sie können damit ihren Lebensunterhalt sichern und wirken gleichzeitig an der Beseitigung von Sturmschäden, dem Aufbau einer Baumschule und der Wiederaufforstung mit. Der Ansatz verbindet kurzfristiges Einkommen mit Maßnahmen, die die natürlichen Lebensgrundlagen der Region langfristig stärken sollen.
Die Weltbank beschreibt die Armut in Madagaskar als anhaltend hoch. Wachstum und formelle Beschäftigung reichen bislang nicht aus, um eine breite und dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen zu erreichen.
| Offizieller Name | Republik Madagaskar |
|---|---|
| Hauptstadt | Antananarivo |
| Projektregion | Toamasina |
| Sprache | Malagasy, Englisch |
| Fläche | ca. 241.038 km² |
| Einwohnerzahl | ca. 32,7 Millionen |
| Welthungerindex | Platz 120 von 123 Ländern |
| Währung | Ariary |
| Human Development Index | 0,487 |
Projekt-Partner:
Pater Thomas Varghese
S.E. Kardinal Désirée
Zitat Projektpate
„Nach dem Zyklon haben viele Familien alles verloren. Mit diesem Projekt schenken wir den Menschen nicht nur Arbeit und Einkommen, sondern auch neue Hoffnung und die Möglichkeit, ihre Heimat selbst wieder aufzubauen. Jede Unterstützung hilft, Leben zu verändern und Zukunft zu schaffen.“, Kardinal Désirée
Die Projektdurchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Diözese Toamasina und dem lokalen Projektpartner ODDIT.
Sie haben eine Frage zum Projekt?
Toamasina liegt an der Ostküste Madagaskars am Indischen Ozean. Die Stadt und ihr Umland gehören zu den wirtschaftlich bedeutenden Regionen des Landes. Der Hafen von Toamasina ist ein wichtiger Umschlagplatz für den nationalen und internationalen Warenverkehr. Gleichzeitig leben viele Menschen in der Region von Landwirtschaft, Handel, Dienstleistungen und kleineren informellen Tätigkeiten.
Die ostmadagassische Küste ist regelmäßig tropischen Stürmen, Starkregen, Überschwemmungen und Sturmfluten ausgesetzt. Häuser in einfacher Bauweise, landwirtschaftliche Flächen und empfindliche Infrastruktur können dadurch besonders schwer beschädigt werden. Auch Vegetation und Waldbestände werden durch starke Winde und Überschwemmungen beeinträchtigt.
Der Zyklon Gezani traf die Ostküste am 10. Februar 2026 und verursachte rund um Toamasina schwere Zerstörungen. Die Weltorganisation für Meteorologie berichtete von einem Landgang mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten. Zeitnahe Berichte beschrieben Toamasina als eine der am stärksten betroffenen Regionen mit erheblichen Schäden an Wohngebäuden und Infrastruktur.
Das Projekt reagiert sowohl auf die sozialen als auch auf die ökologischen Folgen. Durch bezahlte Wiederaufbauarbeiten, die Beseitigung von Sturmschäden, die Aufzucht einheimischer Setzlinge und neue Aufforstungsflächen sollen Familien Einkommen erhalten und zugleich die Widerstandsfähigkeit ihrer Umwelt stärken.
