Das Projekt in der Übersicht
Das Projekt richtet sich an 120 arbeitende Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren aus armen und sozial benachteiligten Familien in La Paz und El Alto. Viele von ihnen sind von Ausbeutung, Gewalt, Bildungsbenachteiligung oder instabilen familiären Verhältnissen betroffen.
Ziel des Projekts ist es, diesen Kindern und Jugendlichen verlässliche Unterstützung, Schutz und neue Zukunftsperspektiven zu bieten. Durch gezielte Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebote werden ihre Entwicklungschancen verbessert, ihre Rechte gestärkt und ihre soziale Teilhabe gefördert.
Projekt-Region:
Ort: La Paz, El Alto
Ziel:
24.108 Euro
Projekt Nummer:
2026/174
Projektlaufzeit:
2026
Projekt-Ziel:
Das Projekt schützt arbeitende Kinder und Jugendliche in La Paz/El Alto vor Ausbeutung, Gewalt und sozialer Ausgrenzung. Durch Bildung, sozialpädagogische Begleitung, Grundversorgung und betreutes Wohnen erhalten sie die Chance auf einen Schulabschluss und eine selbstbestimmte Zukunft.
Gleichzeitig werden stabile Lebensperspektiven geschaffen, um den Kreislauf von Armut und fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten nachhaltig zu durchbrechen.
Projektdurchführung:
Die Umsetzung erfolgt über die Tagesanlaufstelle „Casa Wiphala“, das Ausbildungsprogramm sowie das betreute Wohnen für besonders gefährdete Kinder und Jugendliche.
Die Teilnehmenden erhalten täglich warme Mahlzeiten, schulische Unterstützung, Hausaufgabenbetreuung und individuelle sozialpädagogische Begleitung. Ergänzt wird das Angebot durch Gesundheitsvorsorge, Freizeit- und Sportaktivitäten, Werte- und Sozialtrainings sowie Aufklärungsarbeit zu Themen wie Gewaltprävention, Lebensplanung und Selbstwertentwicklung.
Gleichzeitig arbeitet das Team eng mit Familien, Schulen und lokalen Behörden zusammen und sucht Kinder auch an ihren Arbeitsplätzen auf, um ausbeuterische Kinderarbeit frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Die aktuelle Situation
Viele Familien in La Paz und El Alto leben unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und kämpfen mit steigenden Lebenshaltungs- und Transportkosten.
Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus armen Familien, die häufig zum Familieneinkommen beitragen müssen und dadurch einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Bildungsbenachteiligung und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind.
Gleichzeitig haben sich durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns die Personalkosten sozialer Einrichtungen deutlich erhöht.
Wirtschaftliche Situation:
Viele Familien in Bolivien leben unter angespannten wirtschaftlichen Bedingungen. Besonders in den Städten La Paz und El Alto belasten steigende Lebenshaltungs- und Transportkosten den Alltag armer und sozial benachteiligter Familien. Für viele Kinder und Jugendliche bedeutet das, dass sie bereits früh zum Familieneinkommen beitragen müssen. Dadurch geraten sie in Situationen, in denen Ausbeutung, Gewalt, Bildungsbenachteiligung und soziale Ausgrenzung zum Alltag werden können.
Der Arbeitsmarkt bietet vielen Familien nur begrenzte Perspektiven. Unsichere Einkommen und fehlende soziale Absicherung führen dazu, dass Bildung für Kinder nicht immer im Mittelpunkt stehen kann, obwohl sie der wichtigste Weg aus Armut und Abhängigkeit ist. Wenn Kinder arbeiten müssen, bleibt oft zu wenig Zeit für Schule, Hausaufgaben und persönliche Entwicklung.
Gerade deshalb sind verlässliche Bildungsangebote, sozialpädagogische Begleitung und Grundversorgung so wichtig. Casa Wiphala hilft Kindern und Jugendlichen, trotz schwieriger Lebensumstände an ihrer schulischen und persönlichen Zukunft festzuhalten.
Die Situation im Land
| Offizieller Name | Bolivien |
| Hauptstadt | Sucre; Regierungssitz: La Paz |
| Projektregion | La Paz und El Alto |
| Sprache | Spanisch, indigene Sprachen |
| Fläche | ca. 1.098.580 km² |
| Einwohnerzahl | ca. 12,7 Millionen |
| Welthungerindex | Platz 70 von 123 Ländern |
Projekt-Partner:
Wiphala e.V.
Zitat Projektpate
„Wiphala ist für die Kinder und Jugendlichen ein zweites Zuhause, in dem sie Zuneigung erfahren, sich wohlfühlen und in einer liebevollen Gemeinschaft aufgenommen sind.“
Wiphala e.V.
Sie haben eine Frage zum Projekt?
Das Projekt ist in La Paz und El Alto in Bolivien angesiedelt. Beide Städte sind eng miteinander verbunden und prägen das Leben vieler Familien im Hochland des Landes. Während La Paz als Regierungssitz und wirtschaftliches Zentrum bekannt ist, ist El Alto eine stark wachsende Stadt, in der viele Menschen unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen leben.
In dieser Region treffen soziale Ungleichheit, hohe Lebenshaltungskosten und instabile Familienverhältnisse besonders viele Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen arbeiten auf Straßen, Märkten oder an anderen Orten, um ihre Familien zu unterstützen. Dadurch sind sie einem erhöhten Risiko von Ausbeutung, Gewalt und Bildungsbenachteiligung ausgesetzt.
Casa Wiphala setzt genau dort an: Das Projekt sucht Kinder auch an ihren Arbeitsplätzen auf, bietet ihnen Schutz, tägliche Mahlzeiten, schulische Unterstützung und begleitet sie sozialpädagogisch. So entsteht ein sicherer Ort, an dem Kinder und Jugendliche Vertrauen, Gemeinschaft und neue Zukunftsperspektiven finden.







